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Populationsökologie (Prof. Dr. Heike Feldhaar)

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M. Sc. Julie-Isabelle Hammer M. Sc. Julie-Isabelle Hammer
M. Sc. Julie-Isabelle Hammer

Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften
Populationsökologie


Doktorandin

Promotionsprojekt: Teil der DFG-Forschergruppe 5207 „Reassembly of species interaction networks“: Biotische Verteidigung – Multitrophische Effekte von Ameisen-Pflanzen Mutualismen auf die Regeneration von Wäldern

Tropische Regenwälder gelten als Biodiversitätshotspots. Durch anthropogene Einflüsse wurden diese Ökosysteme in der Vergangenheit großflächig zerstört und sind heute weltweit bedroht. Die Regeneration gestörter Wälder und die Entstehung von Sekundärwäldern sind wichtige Prozesse, die der Biodiversitätskrise und dem Verlust wertvoller Ökosysteme entgegenwirken. Nicht nur die Rückkehr einzelner Arten, sondern auch die Interaktionen von Arten innerhalb einer Artengemeinschaft sind hierbei entscheidend für die Funktionalität eines Ökosystems. Im Blick der Forschung stehen deshalb nicht nur die Auswirkungen von Degradation oder Fragmentierung von Ökosystemen auf Arteninteraktionsnetzwerke, sondern auch deren Entwicklung und Erholung innerhalb regenerierender Gebiete.

Die DFG-Forschergruppe 5207 „Reassembly of species interaction networks” beschäftigt sich mit der Regeneration eines Tieflandregenwaldes im Norden Ecuadors im ecuadorianischen Chocó. Dabei werden Arteninteraktionsnetzwerke, Ökosystemprozesse und funktionelle Merkmale entlang eines Regenerationsgradienten untersucht. Im Rahmen der zweiten Phase stehen die Einflüsse von mikroklimatischen und biotischen Effekten sowie spezifischer Bäume auf die Erholung des Ökosystems im Vordergrund.

In meinem Teilprojekt beschäftige ich mich mit den verschiedenen Aspekten der Beziehung von Ameisen und Bäumen und wie diese mit der Regeneration eines Tieflandregenwaldes zusammenhängen. Ameisen und Bäume sind als mutualistische Partner bekannt, wobei bestimmte Baumarten Ameisen gezielt Nahrung (z.B. in Form von extrafloralen Nektarien) oder Nistraum anbieten, und im Gegenzug von diesen gegen Herbivoren verteidigt werden. Dabei nehmen Ameisen eine Schlüsselrolle innerhalb des Ökosystems ein und wirken als Vermittler zwischen verschiedenen Trophiestufen. Manche dieser Arten sind spezialisiert und auf die Partnerschaft angewiesen, während andere opportunistische Beziehungen eingehen. Die Zusammensetzung von Artengemeinschaften ist damit entscheidend für eine funktionierende Partnerschaft. Wie sich solche mutualistischen Interaktionen bei der Wiederbewaldung entwickeln und welchen Einfluss dies auf die Regeneration des Ökosystems hat, ist bisher kaum erforscht. Meine Forschung fokussiert sich auf die biotischen und abiotischen Faktoren, die die Zusammensetzung von Ameisengemeinschaften entlang eines Regenerationsgradienten bedingen, sowie auf das Verhalten von Ameisen in Wechselwirkung mit Bäumen, Herbivoren und Epiphyllen.

DFG Reassembly

DFG


M. Sc. Julie-Isabelle Hammer

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Populationsökologie


M. Sc. Julie-Isabelle Hammer
Doktorandin

Tierökologie I - Populationsökologie
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E-Mail: Julie-Isabelle.Hammer@uni-bayreuth.de

Verantwortlich für die Redaktion: Univ. Prof. Dr. Heike Feldhaar

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